Gomo

Gomo

Ohne große Worte

Gomo ist das neue Spiel aus dem inzwischen bekannten Hause Daedalic, das bereits mit der Deponia-Reihe, Edna bricht aus oder The Whispered World begeistern konnten. Diesmal sind sie nicht als Entwickler, sondern als Publisher tätig. Schaffer des Indie-Point-and-Click-Adventures Gomo ist nämlich das slovakische Entwicklerstudio Fishcow. Worum es in Gomo überhaupt geht und was wir davon halten, erfahrt ihr jetzt in den kommenden Zeilen.

gomo3Ist es eine lebende Kartoffel? Ist es eine Stoffpuppe, die aus Little Big Planet geflohen ist? Niemand kann es sagen – wer oder was Gomo ist, bleibt ein Geheimnis der Entwickler. Sicher ist, dass er und Sein Hund Dingo in einem kleinen Haus wohnen und die Protagonisten dieses Spiels sind. Eigentlich scheint ihre Welt sehr friedlich zu sein. Doch eines Tages wacht Gomo auf und muss feststellen, dass Dingo von – wie sollte es auch anders sein – Außerirdischen entführt wurde. Die kleine Kartoffel ist natürlich am Boden zerstört.
Doch was wollen die Außerirdischen von ihm? Und wie bekommt er seinen Hund zurück? Wie die Aliens ihm in einer kleinen Botschaft mitteilen, scheint es ein Diamant zu sein, auf den sie aus sind. Kann Gomo ihnen diesen bringen, bekommt er Dingo zurück. So begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise, um seinen besten Freund zu retten.

gomo9Zu Beginn des Spiels erfährt der Spieler von Gomos Misere und worum es in diesem Adventure überhaupt geht: Er muss dem armen, kleinen Kerl dabei helfen, Dingo zu retten. Daher startet man auch gleich mit den ersten kleinen Rätseln, die in den meisten Point-and-Click-Adventures ein Einstieg sein sollen. Sie sind leicht, eindeutig und können ohne weitere Probleme gelöst werden. Kein Wunder, denn sie dienen nur dafür, einen Überblick über die Steuerung zu verschaffen. Bei Gomo allerdings merkt man schnell, dass dieses Schwierigkeitsniveau anhält. Es wird nicht schwieriger und ist für erfahrene Spieler in so vielen Situationen zu einfach. Beispielsweise gibt es in einer Szene einen Schlüssel und eine Tür, die verschlossen ist – ein Problem, das wohl die meisten der Menschen, die älter als drei Jahre sind, lösen können. Doch die fehlende Herausforderung fällt eigentlich kaum auf in einem Spiel, das so schön und liebevoll gezeichnet ist. Die Figuren, die Hintergründe, alles wurde handgezeichnet und das merkt man auch. Man könnte fast meinen, die Entwickler haben das Niveau extra niedrig gehalten, damit der Spieler sich voll und ganz auf die Schönheit des Spiels konzentrieren kann.

gomo17Zum Sound  kann man sagen, dass dieser nur in Form von Geräuschen und Musik auftaucht. Gomo selbst redet nicht und die meisten anderen Figuren sprechen einen unverständlichen Kauderlwelsch. Doch auch das passt gut in die rätselhafte Welt der braunen Stoffpuppe in der Form einer Kartoffel. Die Spieldauer beträgt ungefähr zwei bis drei Stunden, was ziemlich kurz ist, für Indie-Spiele dieser Art aber nicht ungewöhnlich – man betrachte nur einmal Samorost, das ebenfall ein Indie-Point-and-Click ist und bereits viele Fans hat. Gomo könnt ihr auf Steam oder gog.com für 7,99 € erwerben, was aber, für die kurze Spieldauer, etwas happig ist.

Letztendlich kann man das Spiel aber Liebhabern von handgezeichneten Grafiken und der liebevollen Gestaltung von Geschichten nur empfehlen – und natürlich allen Point-and-Click-Vernarrten! Bei wem das Interesse nun geweckt wurde, der kann auf der offiziellen Homepage von Gomo eine Demo anspielen.

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Das Urteil

7.5Gut

Das Gute: + wunderschöne, handgemalte Zeichnungen
+ liebevolle Geschichte
+ witzige Animationen
+ stimmungsvoller Soundtrack

Das Schlechte: + meist zu leichte Rätsel
+ zu kurzes Spielerlebnis
+ Preis-Leistungs-Verhältnis

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Vicky

Schließt offiziell gerade ihr Studium als Grundschullehrerin ab, ist inoffiziell aber League of Legends verfallen und versucht verzweifelt, Lernen und Zocken in eine Symbiose zu bringen.

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1 Kommentar

  1. Anna Oktober 3, 2016 5:43 pm  Antworten

    Das hört sich interessant an. Werde es auch spielen.

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